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GarantieratgeberBevor die heute allgegenwärtige Pkw-Fliessband-Produktion noch in Einzel- oder Teamarbeiten erfolgte gab es früher ja immer wieder Beispiele für sogenannte "Montags-Autos" nach dem Motto: "Da waren wohl unsere Mitarbeiter am Montag früh noch nicht ganz konzentriert bei der Arbeit ..."

Also dürfte es heute keine "Montags-Autos" mehr geben?

Das sah der Erwerber eines rund 134.000 € teuren Wohnmobils jedoch anders. Denn auch nach der Monierung und Beseitigung diverser kleinerer Mängel wollte er vom Kaufvertrag zurücktreten und sein Wohnmobil zurückgeben. Der Verkäufer verweigerte dies und so kam es zum Rechtsstreit, den schliesslich das oberste deutsche Zivilgericht, also der Bundesgerichtshof in Zivilsachen, BGH zu entscheiden hatte.


Während der Käufer des Wohnmobils hier die schlechte Qualität eines "Montags-Autos" mit immer wieder neuen kleineren Mängel monierte und damit sein Wandelungsrecht begründete, so sah dies der BGH anders. Bei wertender Betrachtung stellte das Gericht fest, das gerügte Mängel wie " ... es knarrte die Satellitenantenne beim Ausfahren, die Spüle hatte Flecke, die Toilettenkassette löste sich bei der Fahrt aus der Halterung ..." Bagatellprobleme seien. Diese beeinträchtigen jedoch die Funktionsfähigkeit des Wohnmobils nict und wiesen daher die Klage ab.

https://www.deutsche-handwerks-zeitung.de/montagsauto-bgh-fuer-reparatur-statt-rueckgabe/150/3098/197440

Der Kläger ist daher auch weiter darauf angewiesen, bei auftretenden Mängeln das Wohnmobil zur Mängelbeseitigung erneut beim Verkäufer abzugeben.

Ihr Garantie-Ratgeber.de Team