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SEHR GUT
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Wer ein gebrauchtes Kfz mit nur fünfstelliger Laufleistung gekauft hat, wird bei auftretenden neuen Mängel stets erst einmal einen Gewährleistungs-pflichtigen Sachmangel annehmen, während der Verkäufer erst einmal einen normalen natürlichen Verschleiß behaupten wird. Denn wenn dies zutrifft, dann stünde dazu keine Gewährleistungspflicht auf seiner Seite.
 
Doch wie werden solche Streite dann entschieden, wenn außergerichtlich keine Einigung möglich ist?
 
 
Möglichkeit 1:
 
Ist der Verkäufer des betreffenden Kfz Mitglied der örtlichen Kfz-Innung dann besteht die Möglichkeit eines aussergerichtlichen Schiedsstellenverfahrens beim der örtlich für den Standort des Verkäufers bzw. der Werkstatt zuständigen Schiedsstelle.
 
Ein solches Verfahren hat für den Kunden 3 klare Vorteile:
 
  • Es kann auch ohne eigenen Anwalt eingeleitet werden.
  • Es fallen keine Gerichtskosten an und es gibt keine langen Termin-Stände.
  • Die vom Schiedsgericht nach Begutachtung getroffene Entscheidung ist für den Verkäufer bindend, wohingegen dem Käufer der Klageweg weiter offen steht.
 
Möglichkeit 2:
 
Die Beteiligten versuchen eine Einigung auf der Basis der Entscheidungssammlung des ADAC zur Abgrenzung Verschleiss / Sachmangel. Dieser hat einschlägige Gerichtsurteile zu diesem Thema genau ausgewertet und mit den Entscheidungskriterien der Gerichte übersichtlich auf 14 Seiten DIN A 4 aufgelistet.
 
 
Diese Top-Übersicht hat nur einen kleinen Nachteil: Es sind nur Entscheidungen bis 2014 eingearbeitet, alle hoffen deshalb auf eine baldiges Update.
 
Ihr Garantie-Ratgeber.de Team